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Was ist Longieren?

Als Longieren bezeichnet man das richtige Laufenlassen eines Pferdes in einem Zirkel an einer Leine, der Longe. Die Longe besteht aus Nylon oder Baumwolle und ist ca. 8m lang. Sie wird am Zaumzeug des Pferdes befestigt und bildet die Verbindung zwischen Longenführer und Longierpferd.

Richtig longieren

Longieren ist mehr als nur ein Pferd im Kreis an der Leine zu führen, um es vor dem Reiten müde zu machen. Es ist die Kunst das Pferd zu verstehen und seine Bewegungen zu optimieren. Im Training mit dem Pferd versucht der Longenführer mit dem Longierpferd in Kontakt zu treten und es in Haltung & Balance zu schulen. Dabei ist es wichtig, dass er das Pferd in seinen Bewegungen beobachtet und gegebenenfalls interveniert. Die Longe setzt er ein um mittels Paraden auf den Kopf des Pferdes einzuwirken; Stimme und Longenpeitsche unterstützen seine Korrekturen. Eine Schräglage des Pferds führt zu körperlichen Beeinträchtigungen von Sehnen, Bändern und Gelenken und darf nicht entstehen. Es ist ein typisches Zeichen für unbalancierte Pferde.

Pferd und Reiter

Ein ausbalanciertes Pferd bildet die Basis für das Erlernen des Reitens für einen angehenden Reiter. Wird ein Pferd longiert, muss er sich nicht um die Koordination der Bewegungen des Pferdes, sondern um den eigenen richtigen Sitz auf dem Pferd kümmern und seine eigene Balance finden. In der Ausbildung ist das ein enormer Vorteil, der sich in einem schnelleren Lernprozess bemerkbar macht.

Auch beim Voltigieren wird das Pferd longiert. Während der Voltigierer auf dem Pferd Übungen durchführt, achtet der Longenführer auf die Bewegungen des Pferdes.

Longieren mit Kappzaum

Um zu longieren, kann eine Trense mit Reithalfter oder ein gebissloser Kappzaum verwendet werden. Man sollte darauf achten, dass der Kappzaum wirklich angenehm für das Pferd ist. Denn nur wenn er das ist, fühlt sich auch das Pferd gut. Ein Kappzaum mit festem Eisen hilft gerade am Anfang durch die Stabilität dem Pferd die richtige Genickstellung zu vermitteln. Zusätzlich benötigt man eine Gerte, eine Longierpeitsche, eine Longe und Empathie zum Pferd.

No-Gos beim Longieren

Halfter

Man kann zwar die Longe in den Halfter einhängen, aber einen Vorteil für Pferd oder Reiter hat es nicht. Der Reitende hat keinen unmittelbaren Einfluss auf die Balance des Pferdes und kann im schlechtesten Fall sogar die Gesundheit des Tieres gefährden. Es ist daher vor allem für Anfänger empfehlenswert die Longe an einem Kappzaum zu befestigen.

Stoßzügel

Ein Stoßzügel soll verhindern, dass das Pferd den Kopf zu hoch nimmt. Passiert das, übt der Stoßzügel Druck auf Nasenband und Mundstück aus. Das ist für das Pferd unangenehm, denn es befindet sich in einer Art Zwangshaltung.

Trensen

Eine Trense ist ein Mundstück mit Ringen an jeder Seite zum Einschnallen der Zügel. Wird mit einer einfachen Longe (keine Doppellonge) trainiert und die Longe an die Trense eingehakt, drückt es unweigerlich im Maul des Pferdes. Es herrscht damit stets ein Druck im Mund und auf das Genick des Pferdes. Das führt zu einem unentspannten Pferd, das nicht ausbalanciert werden kann.

Longierbrillen

Longierbrillen helfen nicht beim Longieren. Selbst wenn eine Longierbrille als maulschonend angepriesen wird, ist es ausschließlich unangenehm für das Pferd. Die Longierbrille lässt das Gebiss des Pferdes hochklappen, so dass es sich in den Gaumen des Pferdes einbohrt.

Longe nur um die Hand wickeln

Auch wenn es bei den No-Gos bisher primär um das Pferd ging, kann auch der Reiter Schaden nehmen. Wickelt er die Longe nur um seine Hand, besteht die Gefahr einer ernsten Verletzung. Pferde sind Fluchttiere und können durch einen Reiz ihren Ur-Instinkt ausleben. Dann wird der Reiter zwangsläufig mitgezogen und muss viel Glück haben, um nicht verletzt zu werden.

Unachtsam sein

Das Pferd darf nicht alleine entscheiden. Als Longenführer ist es die Aufgabe des Reiters auf die richtigen Bewegungen des Pferdes zu achten und es zu bearbeiten. Der Reiter muss daher stets auf sein Pferd achten.

Lust aufs Longieren? Probiers aus! Reitvereine freuen sich immer über Nachwuchs-Reiter. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du später Reiter, Voltigierer oder ein Experte fürs Longieren werden möchtest. Der Reitsport bietet für jeden Menschen etwas Passendes an. Lerne im Training die Grundlagen des Reitens und verstehe Dein Pferd. Adressen zu Vereinen in Deiner Nähe findest Du im Internet.

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